Lebensmittel richtig einlagern: Speisekammer oder Keller
Wer Lebensmittel haltbar machen will, muss den richtigen Ort für die Lagerung wählen. Trockenware wie Mehl, Reis, Nudeln und Hülsenfrüchte gehört in die Speisekammer, sofern diese kühl, trocken und dunkel ist. Die ideale Lagertemperatur liegt zwischen 10 und 18 Grad Celsius. Bei höheren Temperaturen verlieren Getreideprodukte schneller an Qualität, Mehl kann muffig werden und Reis nimmt Feuchtigkeit auf. Auch Gewürze, Kaffee und Tee sollten in der Speisekammer stehen, weil sie Aromen verlieren, wenn sie zu warm oder zu feucht gelagert werden. Wichtig ist, dass die Speisekammer gut belüftet ist und keine Gerüche aus der Küche eindringen. Wer seine Vorräte sinnvoll ordnet und Häufig Gebrauchtes nach vorn räumt, spart Zeit und vermeidet, dass ältere Bestände in Vergessenheit geraten.
Der Keller eignet sich dagegen für Vorräte, die es kühler und feuchter mögen. Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch, Äpfel und Wurzelgemüse halten sich im Keller deutlich länger als in der warmen Küche. Voraussetzung ist ein dunkler, frostfreier Raum mit einer Temperatur zwischen 4 und 10 Grad Celsius. Kartoffeln sollten nicht neben Äpfeln liegen, weil das Reifegas Ethylen die Keimung fördert. Auch Eingemachtes, Konserven und Getränke können in den Keller, solange die Gläser und Dosen unbeschädigt sind. Wer Marmelade oder Kompott selbst einkocht, sollte die Gläser vor dem Einlagern auf Dichtheit prüfen und mit Datum versehen. Ein feuchter Keller ist für Mehl und Getreide ungeeignet, weil sich dort schnell Schimmel bildet.
Die Trennung nach Speisekammer und Keller ist kein starres Gesetz, sondern richtet sich nach den Bedingungen vor Ort. Wer eine kühle, trockene Speisekammer hat, kann dort auch Kartoffeln lagern, wenn sie dunkel steht. Umgekehrt kann ein trockener Keller als zusätzlicher Vorratsraum dienen, wenn die Luftfeuchtigkeit niedrig bleibt. Entscheidend sind Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Licht. Ein Hygrometer und ein Thermometer helfen, die Werte im Blick zu behalten. Wer regelmäßig kontrolliert, entdeckt Schädlinge oder Schimmel frühzeitig und kann befallene Ware entfernen, bevor sie andere Vorräte schädigt.
Schließlich kommt es auf die Verpackung an. Offene Packungen sollten in dichte Behälter aus Glas oder Kunststoff umgefüllt werden, damit keine Feuchtigkeit oder Gerüche eindringen. Etiketten mit Inhalt und Datum erleichtern die Übersicht. Wer Vorräte nach Verfallsdatum sortiert und ältere Ware zuerst verbraucht, vermeidet Verschwendung. So wird aus einem einfachen Lagerplatz ein durchdachtes System, das Geld spart und die Qualität der Lebensmittel erhält.